Gelsenkirchen Buer-Süd (früher: Buer Horst NWE)

Mit dem Bau der Niederländisch–Westfälischen–Eisenbahnstrecke von Bismarck nach Winterswijk erhielt die Gemeinde Buer die erste Bahnstation.

Die Bueraner Bürger waren etwas enttäuscht, da die Bahnstrecke etwa 3 km vom Ortskern entfernt durch den Ortsteil Beckhausen gebaut worden war.

Am 21.Juni 1880 wurde der Bahnhof in Betrieb genommen. Das Stationsgebäude war zunächst ein schlichter Holzbau. Die eigentliche Abnahme der Bahnhofsgleise erfolgte erst im Juni 1881. Die Bauern aus Sutum, Beckhausen und Umgebung nahmen den Bahnhof aber an, Vieh wurde verladen, ebenso wie viele land­wirtschaftliche Produkte der Region. Auch hier ging der Eisen­bahnverkehr nach der Verstaatlichung stark zurück.

Das zweite Streckengleis wurde bereits 1887/88 zurückgebaut. Erst im Jahre 1907 entschloss sich die Staatsbahn wegen des steigenden Verkehrs das Streckengleis zwischen Dorsten und Bismarck wieder zu betreiben.

Am 4. Mai 1905 bekam die Bahnstation den Namen „Buer-Süd“.

Im Jahre 1909 wurde das neue Empfangsgebäude in Betrieb ge­nommen.

1910 bekamen die Emschertaler Tonwerke einen Gleisanschluss an den Bahnhof.

Die Firma REX Mineralöl folgte 1921 mit einer Gleisverbindung.

1934 wurde das Empfangsgebäude renoviert und die Warteräume umgebaut.

Im Laufe der Jahre nahm der Zugverkehr immer mehr ab. Bis nach 1980 versah hier eine Bismarcker Köf den Rangierdienst.

Der ETA 515 gehörte hier zum alltäglichen Bild. Mittlerweile gibt es weder das Empfangsgebäude noch Bahnhofsgleise. Zwischen Abzweig Hugo und Abzweig Zweckel wird die Strecke nur noch eingleisig betrieben.

Buer-Süd ist unbesetzter Haltepunkt geworden. Die RB 43 „Emschertalbahn“ hält im Stundentakt in Buer-Süd um Fahrgäste nach Dortmund oder Dorsten zu befördern.